Pferde: Hyaluronsäure-Therapie bei Sehnenschaden


Hyaluronsäure wird nicht nur beim Menschen zu unterschiedlichen Zwecken verwendet. Auch für Hunde oder Pferde wird der Wirkstoff zur Behandlung von Arthrose und ähnlichen Problemen erfolgreich eingesetzt. 

Hindernisrennen

Sportpferde sind besonders verletzungsgefährdet.

Wie jeder Pferdebesitzer weiß, brauchen Pferde nicht nur viel Pflege und Aufmerksamkeit, sondern müssen auch bei Verletzung besonders schnell und nachhaltig behandelt werden, da sonst lebenslange Beeinträchtigungen des Tieres drohen, die es im schlimmsten Fall von jeder Belastbarkeit ausschließen und es für jede Art von Reitsport „unbrauchbar“ machen. Wenn ein Pferd erst einmal zu einem solchen Pflegefall geworden ist, führt der Weg häufig eher zum Abdecker als in den Zwangsruhestand – denn auch ein zeitlebens verletztes Pferd ist teuer in der Haltung. Gerade im Bereich der Fesseln treten bei Pferden häufig Verletzungen auf.

Sehnenverletzungen bei Pferden treten aufgrund von Überbelastungen und Unfälle auf (Stolpern, Muskelerschlaffung, Fehltritte etc.). Je nach Pferderasse können sowohl Fesselträger als auch Beugesehnen davon betroffen sein. Ist eine Sehne erst einmal verletzt, dauert der Heilungsprozess häufig sehr lange und kann unterschiedlich gut (oder schlecht) verlaufen. Der Grund: Das Sehnengewebe der Pferde besteht aus dicht aneinander liegenden Collagen-Fasern (Fibrillen). Diese sind in Sehnenbündeln zusammengefasst, die in ihrer Gesamtheit wiederum die Sehne als solche bilden. Wenn nun einzelne Sehnenfasern, Bündel oder sogar ganze Sehnen reißen, wird der Heilungsprozess häufig durch eine schlechte Gefäßversorgung verlangsamt. Das führt dazu, dass die betroffenen Sehnen oder Sehnenteile nicht richtig zusammenwachsen. Statdessen bilder sich Narbengewebe. Dieses ist aber bei weitem nicht so belastbar wie gesunde Sehnen, was dazu führt, dass das Pferd zeitlebens nicht mehr so stark belastbar und anfälliger für erneute Verletzungen ist.

Eine Hyaluronsäure-Therapie kann den Helingsprozess jedoch beschleunigen. Dadurch können Narbenbildungen verhindert und chronische Sehnenschäden behoben werden. Bei diesem Verfahren wird eine Substanz fächerartig in drei Phasen nicht in, sondern an und um die verletzte Sehne gespritzt. Dadurch entsteht ein so genannter Fibrillen-Komplex, der sich wie ein Polster um die verletzte Sehne legt und sie gleich einem „inneren Verband“ stabilisiert.

Das Mittel nennt sich „TendoPlus“ und wird direkt (am ersten Tag, nachdem die Verletzung aufgetreten ist) eingesetzt. Dadurch sollen die natürlichen Heilungsprozesse unmittelbar angeregt und in Gang gebracht werden. Ausführliche Informationen zu Sehnenverletzungen bei Pferden sowie deren Behandlungsmethoden und ein Beispielfall können Sie im folgenden Fernsehbeitrag sehen:

Video: Hyaluronsäure-Therapie bei Pferden

Weitere Informationen zu dem Medikament TendoPlus erhalten Sie hier:  TendoPlus 

Bild: flickr/Paolo Camera

 

Einsortiert in: News am 20. April von


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